Montag, 21. September 2026

BAM in Durmersheim: Ich bin jetzt wieder Fan!!

Nach unserem DWZ-Turnier hatte ich auch mal wieder Lust ein paar Turnierpartien zu spielen und so nutzte ich die Gelegenheit die erste Ausgabe der badischen Amateurmeisterschaften in Durmersheim zu spielen. Auch Rolf nahm die Herausforderung an und nahm mich netterweise auch mit, dafür nochmal vielen Dank! 

Die BAM werden ähnlich wie unser DWZ-Turnier durchgeführt, nur in 4er-Gruppen als Tagesveranstaltung. Hier stehen normalerweise drei Partien an; für Kinder ok, für Erwachsene eine anstrengende Sache. Die veranstaltenden Breitenschachreferenten aus B und W haben aber neuerdings auch dafür eine sehr gute Lösung: Die "stärkeren" Gruppen spielen ein K.O. Turnier und kommen so nur auf 2 Spiele.  So wurde ich entlastet, während Rolf 3 Spiele zu absolvieren hatte. 

Toll an dem Format finde ich auch, dass paralell immer ein Kinderturnier stattfindet und das mit dem Bronstein-Modus gespielt wird, der verhindert, dass man stupide über die Zeit gehoben wird, andererseits bekommt die Zeiteinteilung wieder deutlich mehr Gewicht als das bei kumulierbarem Inkrement der Fall ist. 

Ich war in der dritten Gruppe topgesetzt und konnte zunächst von dem ungewohnten und schnellen Zeitformat profitieren. Ein erfahrener südbadischer Schachfreund geriet auf der Uhr schnell massiv unter Druck und so war das entscheidend für meinen vollen Punkt im Halbfinale, nachdem ich nach missglückter Eröffnung in ein ausgeglichenes Endspiel abgewickelt hatte.

Meine beiden Mitspieler in der Gruppe waren U14 mit Ü1800. Sie trennten sich remis, nachdem beide nach 25 Zügen nur noch wenig Zeit hatten. Ein Stichkampf bestimmte meinen Gegner, der sich bei unserem Turnier in Gruppe 3 behaupten konnte.

Hier war er auf der Uhr schnell vorne und setze mich unter Druck. Es entwickelte sich ein positionelles Spiel, bei dem ich Raumvorteil reklamieren konnte. Indes war nicht ganz klar wie das zu verwerten wäre; einiges Lavieren ermöglichte aber glücklicherweise irgendwann einen taktischen Einschlag und so den Gruppensieg sowie einen freien Nachmittag in der Sonne.

Rolfs Gruppe verlief denkbar kurios. Es duellierten sich vier Schacheinsteiger unterschiedlichster Facetten. Am Ende gewann der Jüngste, wie das oft so ist. Rein von der Spielanlage der Spieler wäre aber der umgekehrte Zieleinlauf korrekt gewesen. So erspielte Rolf in 2 Partien sehr schön eine Gewinnstellung, bevor er Opfer der Dinge wurde, die Allen zu Beginn irgendwann passieren. In der letzten Runde vermied er ein kräftesparendes Kurzremis, indes waren die Kräfte aufgebraucht und die Partie nahm schnell einen unerfreulichen Verlauf. Zählbar kein gutes Ergebnis, aber 2 gute Partien sind etwas, was der schachlichen Entwicklung sicher nützt!

So hatten wir Spaß mit dem Format, das auch evtl. einmal in Bruchsal Station macht und dem ich mich künftig öfter widmen wollen werde! 

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