Bruchsal II - Rheinstetten I
Nachdem am vorherigen Abend Lukas’ Geburtstag ergiebig gefeiert wurde, stand am nächsten Morgen die Verbandsrunde an.
Meine Partie war nach einer Stunde, Matthias’ nach 1:30 erfolgreich zu Ende, es lief also alles nach Plan.
Matthias überspielte die zögerliche Herangehensweise seines Gegners konsequent und wurde anschließend mit einer Taktik belohnt. Mit wahlweise einem Klotz, oder zwei Leichtfiguren für den Turm plus 2 Bauern und gefährlichem Freibauern hatte der Gegner genug gesehen, und gab auf.
Mein Gegner ließ sich durch einen taktischen Trick in die Passivität treiben, wodurch ich mich besser und schneller entwickelte. Kurz darauf standen alle meine Figuren besser als die seinen, und zu allem Überfluss tat er sich mit der bevorstehenden Verteidigungsaufgabe so schwer, sodass kurz darauf die Dame verloren ging.
Frühe Führung, 2:0.
JanW demonstrierte, dass er aus seinem ersten Untergrombach-Auftritt gelernt hatte. Er erreichte aus der Eröffnung heraus das dort in der Analyse thematisierte, strategisch angenehme Mittelspiel, in dem er zusätzlich zu seiner dominanten Stellung einen Bauern gewinnen konnte. Diese führte er dann mithilfe etwas Herumlavierens ungefährdet zum Sieg.
JanK wiederholte die am vorherigen Abend bereits demonstrierte Trickvariante und verblieb in einer Stellung, in der er über einen leichten Entwicklungsvorteil verfügte. Sein Gegner traf in den nächsten Zügen ein paar fragwürdige Entscheidungen und Jan navigierte die Komplikationen besser, wodurch er eine Figur gewann. Diese gab er zurück, um in ein Endspiel mit drei Mehrbauern abzuwickeln.
Somit stand es 4:0, ab hier hätte ein Remis aus den restlichen Partien für den Mannschaftssieg gereicht.
Klaus opferte sehr ambitioniert einen Läufer für zwei Zentrumsbauern, und versuchte durch anschließendes Öffnen der Stellung die fragwürdige Koordination der Gegnerischen Figuren auszunutzen. In dem daraus entstandenen Chaos übersah der Gegner eine Taktik, mit der Klaus seine Figur sogar zurückgewann. Tragischerweise endete die Partie nur Remis, da Klaus erst einen Bauern für weitere Aktivität investierte, diese dann jedoch ausblieb.
Janosch’s Partie verlief bis zum Schluss sehr ausgeglichen, kurioserweise jedoch stellt der Zug, der Janosch’s Remisangebot begleitet, objektiv die Partie ein. Zum Glück nahm der Gegner dieses sofort an, der Mannschaftskampf war wohl schon abgeschrieben gewesen.
Jenni, am ersten Brett gegen fast 1900 DWZ gesetzt, glich problemlos mit ihrer grundsoliden Spielweise aus. Im frühen Endspiel gewann sie einen Bauern, den sie nicht mehr losließ. Als ihr Gegner die Chance auf aktives Gegenspiel witterte, hatte Jenni jedoch bereits alles gesehen und setzte ihn prompt Matt.
JanB, als Joker für den kranken Alex eingesetzt, bekam seine Leib-und-Magen-Variante gegen 1.e4 aufs Brett, in der sich der Gegner jedoch auch auszukennen schien. Es ergab sich eine Stellung, in der Jan zwar weniger Raum, dafür aber auch keinerlei Schwächen und die bessere Leichtfigur besaß. Als letzte laufende Partie der zweiten Mannschaft beschloss sein Gegner, genug gesehen zu haben, und wickelte kurzerhand in ein verlorenes Bauernendspiel ab.
Damit gewinnt Bruchsal II dominant (7:1) gegen Rheinstetten I. Da die erste Mannschaft auch gewinnen konnte, kann man nur von einem Erfolgreichen Spieltag sprechen!
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