Bericht von Martin Werner
Zu leicht vorgezogenem Termin traf unsere nominell zweite Pokalmannschaft am vergangenen Samstag im Bezirksmannschaftspokal auf das Team des Neulings im Bezirk - dem TSV Bulach. Nach der Niederlage im Stichkampf nach dem Halbfinale gegen Untergrombach blieb mit diesem Spiel um Platz drei noch die Chance für die Qualifikation zum Badischen Mannschaftspokal offen. Mit der durchweg gleichen Besetzung in dieser Pokalsaison waren wir bei jeder möglichen Aufstellung des Gegners klar in der Favoritenrolle und Leon erwartete als Mannschaftsführer nicht weniger als einen 3,5-0,5 Sieg.
Das Match ließ sich zunächst einmal eher langsam an, da die Bulacher an allen vier Brettern extrem viel Zeit verbrauchten. Schon bald hatten wir an allen Brettern jeweils mindestens eine halbe Stunde Vorteil in der Bedenkzeit.
Recht früh zum Ende kam Lukas' Partie an Brett 4. Nach Öffnung einer Linie gegen den gegnerischen König reichte der erste Ansatz eines Angriffs aus, um die Partie zu beenden:
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| Sudheer Pai, S. - Hochscheidt, L. | Stellung nach 27.Te2 |
Mit dem doch sehr abseits gestellten schwarzen Turm auf a7 sollte eine komplette Attacke eigentlich noch nicht durchschlagen. Nach 27...fxe4 28.Se4 Lxh3 29.Dd2 hat Schwarz einen Bauern gewonnen, aber auch Schwierigkeiten sich zu bewegen. In der Partie folgte hingegen 27...fxe4 28.fxe4? und nun gewinnt 29...Lxh3 30.Dc2 f3! einfach direkt. 1-0
Etwas länger lief meine eigene Partie. Nach passiver Eröffnung meines Gegners konnte ich früh aktiv werden und entscheidenden Vorteil erlangen:
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| Werner, M. - Surendranath Pai, S. B. | Stellung nach 16...Sc5 |
Hier ergab sich die Möglichkeit zum schönen Zwischenzug 17.Sb5!, wonach sich 17...Sxd3 18.Sc7+ und 17...Dxb5 18.Td8+ nebst 19.Dxb5 verbieten. Weiß verbleibt mindestens mit dem gefährlichen Freibauern auf c6. In der Partie gab Schwarz eine Qualität ab, konnte aber den weißen Freibauern nur unter Aufgabe von weiterem Material entfernen und musste anschließend aufgeben. 2-0
Leon spielte gegen den einzigen Bulacher mit höherer Zahl als er selbst eine positionell starke Partie. Die Vorbereitung ging auf und Leon erreichte ein Endspiel mit beweglichem Springer gegen einen sehr statischen weißen Läufer. Der Sieg war nah, doch eine überhastete Entscheidung ließ leider nicht mehr genügend Gewinnpotenzial auf dem Brett übrig:
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| Wrtal, A. - Wegmer, L. | Stellung nach 38.Lf8 |
Ein wenig weiteres Manövrieren mit dem Springer, um die gegnerischen Figuren noch schlechter zu stellen hätte wohl zum Sieg gereicht. Zum Beispiel 38...Sc4 39.Lc5 Sb2 40.a5 40.Sc4 Lb6 41.g3 und Weiß gehen die Züge aus. In der Partie spielte Leon 38...f3+, aber nach 39.gxf3 gxf3+ 40.Kf2 Sg4+ 41.Kf1 war die Zeitkontrolle geschafft und letztlich führte kein Weg mehr zum Gewinn und man einigte sich kurz darauf auf die Punkteteilung. 2,5-0,5
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| Geweniger, T. - Zöller, M. | Stellung nach 11...Db6 |




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