(Bericht von Erik)
Die Zeit vor den Sommerferien hat vieles an Jugendopen zu bieten, so nutzten Niklas, Alex, Apiram, Linus und ich die Gelegenheit beim Ketscher Jugendopen zu spielen.
Für Niklas war es das zweite Turnier, nach dem Eppinger Jugendopen, in der zahlreich und stark besetzten Altersklasse U12. Er konnte sich trotzdem gut behaupten und holte am Ende 3/7 Punkte. Er zeigt sich weiter motiviert und ist auf gutem Wege!
Wegen der etwas geringeren Teilnehmerzahl wurde die U16 mit der U25 vermischt, sodass Alex, Apiram, Linus und ich im gleichen Block gespielt haben.
Apiram schien allerdings von den etwas älteren und vermutlich erfahreneren Spielern nicht besonders beeindruckt zu sein und kam mit 4/7 Punkten sogar über 50%! In der letzten Runde konnte er nach gelungener Eröffnung, in welcher er sich gut ausgekannt hat, einen starken Angriff starten und ungefähres Zitat “den Gegner komplett zerstören“. Apiram hat sich in dieser Saison gut entwickelt, wie auch Alex, der möglicherweise nicht seinen besten Tag erwischt hat, aber mit 2,5/7 noch ordentlich Punkten konnte. Allgemein ist bei denen aber eine deutliche Leistungssteigerung als zu Beginn der Saison zu erkennen, weiter so!
Linus konnte nach unglücklicher Niederlage in Runde 2 stark nachlegen und gewann die nächsten 3 Partien. Dies hat Aussichten auf einen Pokal gegeben, allerdings verliefen die letzten beiden Partien nicht wie erhofft, vor allem bei der letzten Runde, als er nach gutem Spiel der letzten Falle des Gegners noch zum Opfer gefallen ist. 4/7 Punkte sind nichtsdestotrotz bei seinem Gegnerschnitt ein gutes Ergebnis!
Ich wollte meiner Favoritenrolle im Turnier auch gerecht werden, kam in der 2. Runde allerdings nicht über ein Remis hinaus, beziehungsweise kann am Ende mich sogar über das Remisangebot meines Gegners glücklich schätzen, mit etwas weniger Zeit und schlechterer Stellung. Der zweitgesetzte Julius Elk hatte ebenfalls einen halben Punkt abgegeben, sodass es in Runde 4 zum direkten Duell kam. Im frühen Mittelspiel sah ich mich gezwungen Material zu opfern, aus Sorge dass ich sonst positionell im Nachteil wäre. Die Öffnung der Stellung hat tatsächlich Wirkung gezeigt, aufgrund seines schlecht platzierten Königs auf d1. Am Ende war das Materialungleichgewicht aus meiner Sicht L+2B gegen T mit jeweils D+T+ extra Bauern, was sicherlich vorteilhaft für mich gewesen sein muss, mit seinem immer noch unsicherem König und zur Folge auch schlecht koordinierten Türmen. Allerdings war ich in der Folge zu zögerlich, er konnte sich befreien und ich habe vermutlich unnötig viel zugelassen, was mich dazu gebracht hat Zeit zu investieren. Am Ende tauschten sich D+T sodass ich ein aus objektiver Sicht mit 3 Bauern am Königsflügel wahrscheinlich gewonnenes Endspiel habe, selbst mit Läufer gegen Turm. Allerdings war hier für beide krasse Zeitnot, die er besser bestand, nachdem ich nach und nach alle!! Bauern am Königsflügel eingestellt habe. Das Krimi, in dem es vorgekommen ist, wie als wären Figuren durch die Gegend geschmissen worden, endete damit, dass am Ende bei beiden Parteien die Zeit abgelaufen ist (vermutlich ist seine Zeit abgelaufen, während er einen Zug durchgeführt hat und nach dem Drücken der Uhr ist meine ebenfalls abgelaufen). Da keiner aber richtig wusste was passiert ist und das Ablaufen der Zeit zu spät erkannt wurde war die Punkteteilung die einzig richtige Lösung.
Kurios war auch meine 5. Runde als ich einen Bauern bereits vom Feld genommen hatte um mit dem Turm zu schlagen, bis ich schockiert feststellen musste, dass dieser von der Dame gedeckt war. Leider gilt auch hier berührt geführt und musste mit einem Turm weniger spielen. Zu meinen Gunsten war die Stellung für mein Gegner trotzdem nicht leicht zu spielen, denn wie mein Gegner zuvor hatte er einen unrochierten König, der nach Königsjagd sogar ins Zentrum laufen musste, wo er langfristig nicht sicher stand, was am Ende zu kräftigem Materialverlust geführt hat. Nach meinem Aussetzer konnte ich also doch den Spieß komplett umdrehen. Ein schnelles Remis in der Schlussrunde sicherte den geteilten ersten Platz mit Julius Muckle. Leider konnte kein Stichkampf durchgeführt werden, da dies zu lange gedauert hätte, so musste die Zweitwertung (Buchholz) entscheiden, die zu meinen Gunsten ausgefallen ist.
Somit endete ein aus Bruchsaler Sicht insgesamt erfolgreiches Turnier. Wie oben angekündigt folgen noch weitere Turniere, hoffentlich ist Bruchsal dabei wieder zahlreich vertreten!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen