Auch in diesem Jahr nahmen wir nach dem bereits in Grenke erneut erfolgreichen Freestyle-Format wieder an den offenen deutschen Schnellschachmeisterschaften im Chess960 in Frankfurt Zeilsheim statt. Die Jugendtruppe des Schachsommerlagers aus längst vergangenen Tagen versammelte sich erneut bei Lukas Platt und war auf hitzige Temperaturen wie schon im letzten Jahr eingestellt.
Mit Jan Sohl brachten wir diesmal den Bruchsaler DWZ-Turniersieger von 2022 mit an den Start und waren bereit uns der durchaus starken Konkurrenz zu stellen.
Bei Temperaturen bis zu 36°C erwarteten wir ähnliche Bedingungen wie 2025, doch tatsächlich war es über den Tag hinweg in der Halle etwas angenehmer und weniger dramatisch als gedacht.
Mit erneut etwa einer halben Stunde Verspätung konnte das Turnier dann endlich beginnen und die drei Runden bis zur Mittagspause relativ zügig über die Bühne bringen. Jan und ich starteten hierbei gesetzt mit 2/3, während Lukas einen Punkt aus den drei Runden holen konnte. Wie schon im Vorjahr bekam ich nach der gesetzten ersten Runde mit FM Timur Kocharin die badische Konkurrenz in Runde 2 zugelost, was mir erneut die Grenzen meines Könnens aufzeigte.
Nach der Mittagspause ging es dann für mich aber erneut gesetzt in eine Partie, die eine wunderschöne Kombination beinhaltete:
Mit Weiß am Zug gewinnt die spektakuläre Sequenz 1.Tc8+ Txc8 2.Dxa7+ Kxa7 3.bxc8S+ Kb8 4.Sxd6.
Leider konnte ich diese Abfolge nur vorbereiten und in der Diagrammstellung war Schwarz am Zug. Aber nach 1...Db6+ 2.Ka1 d5 3.Ld3 hat Schwarz keine Züge mehr. Der b-Bauer ist wegen Tb1 nicht zu nehmen und in der Folge hat Weiß z.B. La6 nebst Tc8+.
Somit verlief das Turnier für mich wie auch für die anderen der Gruppe ähnlich wie im letzten Jahr: Die gesetzten Partien wurden gewonnen, während man als Underdog erwartungsgemäß unter die Räder kam. Lediglich in einer Partie erlebte Lukas ein wahres Fiasko:
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| Lukas und ich vor Turnierbeginn noch gut gelaunt und wenig erhitzt |
Mit erneut etwa einer halben Stunde Verspätung konnte das Turnier dann endlich beginnen und die drei Runden bis zur Mittagspause relativ zügig über die Bühne bringen. Jan und ich starteten hierbei gesetzt mit 2/3, während Lukas einen Punkt aus den drei Runden holen konnte. Wie schon im Vorjahr bekam ich nach der gesetzten ersten Runde mit FM Timur Kocharin die badische Konkurrenz in Runde 2 zugelost, was mir erneut die Grenzen meines Könnens aufzeigte.
Nach der Mittagspause ging es dann für mich aber erneut gesetzt in eine Partie, die eine wunderschöne Kombination beinhaltete:
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| Kombination in Runde 4 aus Startstellung #812 |
Mit Weiß am Zug gewinnt die spektakuläre Sequenz 1.Tc8+ Txc8 2.Dxa7+ Kxa7 3.bxc8S+ Kb8 4.Sxd6.
Leider konnte ich diese Abfolge nur vorbereiten und in der Diagrammstellung war Schwarz am Zug. Aber nach 1...Db6+ 2.Ka1 d5 3.Ld3 hat Schwarz keine Züge mehr. Der b-Bauer ist wegen Tb1 nicht zu nehmen und in der Folge hat Weiß z.B. La6 nebst Tc8+.
Somit verlief das Turnier für mich wie auch für die anderen der Gruppe ähnlich wie im letzten Jahr: Die gesetzten Partien wurden gewonnen, während man als Underdog erwartungsgemäß unter die Räder kam. Lediglich in einer Partie erlebte Lukas ein wahres Fiasko:
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| Lukas mit Schwarz in Runde 6 - Weiß am Zug |
Nicht zuletzt wegen der entfernten Position des weißen Königs hätte Schwarz diese Stellung in den vorigen Zügen leicht für sich entscheiden können. In der Diagrammposition sollte die Partie wohl objektiv remis enden. In der Partie geschah allerdings das unfassbare 1.Ta7? und Lukas verpasste mit wenigen Sekunden die Gelegenheit den Turm einfach wegzunehmen. Stattdessen spielte er 1...Le3?? und wollte anschließend ein Remis forcieren, indem er seinen Springer für den weißen g-Bauern gab. Tragischerweise lief er dann mit seinem Läufer noch in den finalen Turmspieß, sodass diese Partie sogar noch verloren ging. Hochdramatisch und besonders bitter.
Jan spielte trotz seiner langen Abwesenheit vom Schach ein starkes Turnier und konnte mit einem Remis in der Schlussrunde sogar 4,5 Punkte aus den sieben Partien erzielen. Das bestätigt die immer noch hoch angesetzte Zahl und strafte seine Angst vor den wilden Eröffnungen im Chess960 lügen. Fast so stark wie damals!
Ich bekam zur Schlussrunde ein weiteres badisches Schwergewicht zugelost: Den mehrfachen badischen Meister IM Jonas Rosner. In einer schwierigen Startstellung überspielte er mich mit den weißen Steinen komplett und der Sieg schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Irgendwie verpasste er aber die Gelegenheit den Sack zuzumachen und mein unsicherer König musste letztlich nach dem Abtausch zahlreicher Figuren kaum noch Angst haben. Mein Mehrbauer und ein weiterer Bauer gingen in der Folge zwar verloren, doch die Stellung bewegte sich sicherlich in der Remisbreite. Lediglich die Zeiteinteilung war mein größtes Problem und so überschritt ich im Endspiel D+S gegen D+S schließlich die Zeit. Dies brachte am Ende die (erwarteten) 4 Punkte aus 7 Runden mit 3 Niederlagen gegen Titelträger und 4 Siegen.
Wenngleich die letzte Runde bis weit nach 18 Uhr dauerte, so war der Tag in Frankfurt Zeilsheim dennoch kurzweilig und das Turnier sehr empfehlenswert. Solange die Nähe für zumindest einen unserer Gruppe weiterhin besteht, denken wir sicherlich auch nächstes Jahr über eine weitere Teilnahme nach.
Ich bekam zur Schlussrunde ein weiteres badisches Schwergewicht zugelost: Den mehrfachen badischen Meister IM Jonas Rosner. In einer schwierigen Startstellung überspielte er mich mit den weißen Steinen komplett und der Sieg schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Irgendwie verpasste er aber die Gelegenheit den Sack zuzumachen und mein unsicherer König musste letztlich nach dem Abtausch zahlreicher Figuren kaum noch Angst haben. Mein Mehrbauer und ein weiterer Bauer gingen in der Folge zwar verloren, doch die Stellung bewegte sich sicherlich in der Remisbreite. Lediglich die Zeiteinteilung war mein größtes Problem und so überschritt ich im Endspiel D+S gegen D+S schließlich die Zeit. Dies brachte am Ende die (erwarteten) 4 Punkte aus 7 Runden mit 3 Niederlagen gegen Titelträger und 4 Siegen.
Wenngleich die letzte Runde bis weit nach 18 Uhr dauerte, so war der Tag in Frankfurt Zeilsheim dennoch kurzweilig und das Turnier sehr empfehlenswert. Solange die Nähe für zumindest einen unserer Gruppe weiterhin besteht, denken wir sicherlich auch nächstes Jahr über eine weitere Teilnahme nach.




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