Als Tabellenführer aber punktgleich mit Neureut 2 und KSF 6 reisten wir nach Zeutern, um im Fernduell Punkte zu sammeln. Das Spiel fand im alten Rathaus in Zeutern statt, ein sehr geschichtsträchtiger Raum.
Bei Bruchsal 2 fehlte Jenni, die das Wochenende in der Frauenbundesliga bei Freiburg aufgestellt war und eine starke Partie gegen GM Elisabeth Pähtz lieferte. Auf dem Papier war der Gegner auch deshalb an den vorderen Brettern stärker aufgestellt, an den mittleren Brettern waren wir Favorit und hinten stand es von den Punkten sehr eng. Das versprach ein spannendes Match.
Meine Partie (Brett 5) hatte jedoch keine Spannung. Nach einem Einsteller des Gegners fand er einen einfachen Plan mit Figurengewinn und Mattangriff, so dass der Gegner früh die Segel streichen musste.
Nahezu zeitgleich musste hingegen Sven an Brett 2 leider seinem Gegner gratulieren, nachdem er einige strategische Fehlentscheidungen getroffen hatte und die Schwächen am Damenflügel nicht mehr korrigieren konnte.
Beim Stand von 1:1 hatten Janosch und Linus nach einem Fehlgriff und Marius nach Gambit Minusbauern und mussten die Kompensation finden. Klaus, Jan Keller und Matthias standen sehr ausgeglichen, hier war noch alles drin.
Während Matthias ein sehenswertes Turmopfer fand und Angriff auf den nackten König startete, gewann Jan Keller eine Figur, nachdem der gegnerische Springer auf Abwege geriet, was die Chancen für uns erhöhte.
Marius erhöhte weiter den Druck auf seinen noch nicht rochierten Gegner und konnte mit einer schönen Kombination mattsetzen. Matthias Gegner streckte nach einigen Zügen auch die Waffen sein König wäre in der Spielmitte ohne Schutz mattgesetzt worden. Das führte zu einem Zwischenstand 3:1 für uns, was uns gute Hoffnungen machte, dass wir weiterhin um den Aufstieg und sogar die Meisterschaft mitspielen können, denn unser Vorsprung betrug nur einen Brettpunkt.
An Brett 1 musste Janosch im Springerendspiel mit 2! Minusbauern ums Remis kämpfen, aber schaffte es mit seinem Freibauern den gegnerischen König auf die falsche Seite des Brettes zu schicken was ihm die Zeit gab beide Bauern gegen den Springer zu tauschen. Unentschieden, da mit einem Springer nicht mattgesetzt werden kann.
Klaus tauschte alle Bauern auf dem Damenflügel ab, was in ein Turmendspiel mündete, was auch mit Minusbauern Remis enden sollte.
Beide Unentschieden gaben uns 4 Punkte (4:2), was zumindest schon mal einen Mannschaftspunkt bedeutete und gute Aussichten auf mehr gab.
Jan Keller spielte überlegen seien Mehrfigur aus, er ließ gar nichts zu spielte ruhig und überlegt bis zur Aufgabe der Gegnerin. Als Letzter spielte Linus ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, nachdem er den Angriff verpasst hatte und nach viel Abgetausche zu einer Remisstellung gelang.
Das hieß 5,5 zu 2,5 für Bruchsal, ein doch klarer Sieg, der uns aber die Tabellenführung kostete, da KSF6 ein starkes 7:1 im Fernduell erzielte. Das heißt der Kampf um die Meisterschaft entscheidet sich am letzten Spieltag, wo wir die Möglichkeit haben, mit einem hohen Sieg die Brettpunkte wieder in unsere Richtung zu drehen. Außerdem muss KSF 6 nach Neureut 2, die nur zu einem 4:4 gekommen sind, also dringend Punkte brauchen für das Aufstiegsrennen. Gut für uns!
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